„Wöchentlich trafen gespendete Lebensmittel von der Berliner Tafel bei uns ein,“ berichtete Nicola Nieboj, die Leiterin der Orangerie: „das half uns sehr, an den Wochentagen immerhin bis zu 70 Mittagessen verfügbar machen.“
Da nur noch ein Mittagsmenü angeboten werden konnte statt vier unterschiedliche Gerichte, gelang es der Küche in der Orangerie sogar, pro Tag einige Klienten mehr zu versorgen als zuvor.

Auch unsere Tagesstätte Lützowtopia konnte ihr gewohntes Angebot nicht weiterführen. Daher hatte sie sich u. a. auf eine ganz andere Produktserie als bisher umgestellt: Mund-Nasen-Schutzmasken für den Alltagsgebrauch.

Über ihre Erlebnisse und Erfahrungen in unserer Einrichtung „R 129“ berichteten Klaus Mummenbrauer und Stefan Prager.
„Wir haben den Fluchtbalkon sozusagen zum Besprechungsraum ausgebaut, trafen uns also auf Balkonen und auf unserer Dachterrasse. Manche sind sehr auf Tagesstruktur angewiesen, aber auch die Tagesstätte musste ja ihr Angebot stark reduzieren. Dennoch konnten wir solche Menschen auffangen, gemeinsame Spaziergänge wurden schnell enorm wichtig.“

„Wir haben faktisch jede:n an jedem Tag mindestens einmal gesehen, wie zuvor auch, aber eben doch auf andere Weise, nämlich unter den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen.“
„Wir selbst hatten dabei auch Ängste. Unsere gewohnten Teamsitzungen und die Supervision mussten entfallen – beide sind wichtige Faktoren in unserem Arbeitsalltag.“
